Zugverformungsrest (ZVR)

Eine indirekte Prüfmethode

Die Zugverformungsrestprüfung ist ebenso wie die Druckverformungsrestprüfung eine Möglichkeit, indirekt über das Rückverformungsverhalten nach einer definierten Temperaturbeanspruchung Informationen über den Vernetzungszustand eines Prüflings zu erhalten.

Seine wesentliche Bedeutung hat der ZVR daher als Fertigteilprüfung. Dabei wird der Innendurchmesser der Prüflinge über einen Dorn aufgedehnt (z.B. 25% oder 50%) und nach einer definierten Temperaturbeanspruchung (wie z.B. 24h/150°C) wieder entspannt. Die bleibende Aufweitung wird in das Verhältnis zur absoluten Aufweitung gesetzt. Das Ergebnis korreliert in etwa mit dem Druckverformungsrest (DVR).

Normen: DIN ISO 2285, ISO 2285

Bild 1 zeigt eine Spannvorrichtung zur Zugverformungsrestmessung für Normprüfstäbe  im Ausgangszustand (50,0 mm)Bild vergrößern
Bild 1 zeigt eine Spannvorrichtung zur Zugverformungsrestmessung für Normprüfstäbe im Ausgangszustand (50,0 mm)
Bild 2 zeigt eine Spannvorrichtung zur Zugverformungsrestmessung für Normprüfstäbe im gedehnten Zustand (75,0 mm)Bild vergrößern
Bild 2 zeigt eine Spannvorrichtung zur Zugverformungsrestmessung für Normprüfstäbe im gedehnten Zustand (75,0 mm)