Leistungen

Sichtprüfungen

Den Herstellungsfehlern auf der Spur

Gummi ist ein schwierig zu verarbeitender Werkstoff, weil er sich auch bei hohen Verarbeitungstemperaturen nicht verflüssigt und sich durch eine einsetzende Vernetzungsreaktion die Viskosität während des Formgebungsprozesses erheblich erhöhen kann.

Eine industrielle O-Ring Produktion steht unter starkem Kostendruck, so dass man sich bei der Vulkanisation, das heißt beim Formgebungsprozess der O-Ringe, eng an die Grenze des Machbaren legt. Dabei nimmt man billigend in Kauf, dass ein bestimmter Anteil der O-Ringe den Anforderungen der Anwender bezüglich Form- und Oberflächenqualität nicht voll entspricht. Daher ist die Endkontrolle ein wichtiger Bestandteil einer O-Ring Herstellung, da dort dann die Ausschussteile von den Gut-Teilen getrennt werden müssen. Dazu werden unterschiedliche Methoden angewendet, angefangen über eine Stichprobenprüfung, über eine Bandkontrolle oder Tischkontrolle bis hin zu automatischen Kontrollmaschinen.





Ein Unterscheidungsmerkmal zwischen einen guten und einem schlechten O-Ring Lieferant ist daher die Art und Häufigkeit der Fehlerteile, die letztlich beim Endanwender ankommen. Die Bilder 1 und 2 zeigen zwei Herstellungsfehler mit besonders starker Fehlerausprägung.

Als effektive Gegenmaßnahme wird daher empfohlen, regelmäßige Stichprobenprüfung bezüglich Form- und Oberflächenfehler im Rahmen von Wareneingangsprüfungen durchzuführen.

Bei O-Ringen finden sich Grenzen für zulässige Abweichungen in der DIN 3771/Teil 4 beziehungsweise in der ISO 3601/Teil 3. Bei Formteilen müssen teilebezogen Grenzen beziehungsweise Grenzmuster definiert werden.